AGB und Künstlersozialabgabe KSA

1) Vorbemerkung
Wir verstehen uns rechtlich als Agentur (Makler), deren Aufgabe darin besteht, auf Anfragen von Kunden geeignete Referenten, Moderatoren und Prominente aus allen Bereichen für Auftritte in geschlossene Veranstaltungen sowie für Kongresse, Messen, Tagungen, Seminare und Werbung zu vermitteln.

2) Leistungen
Zu unseren Leistungen gehören: Eruierung der Verfügbarkeit und des entsprechenden Honorars von Referenten, Moderatoren, Prominenten; Übermittlung von Profilen, Fotos und Lebensläufen; Übermittlung von Anfragen, Hintergründen; Vertrags- und Rechnungsstellung, Besorgen von Veröffentlichungen, Fotos und ggf. signierten Veröffentlichungen der Referenten, etc.; ggf. Betreuung vor Ort gegen Kostenerstattung.

3) Provision, Buchung, Abrechnung und Zahlungsmodus
1 – In der Regel sind wir mit den von uns vertretenen Referenten verprovisioniert, so dass im Buchungsfalle keine zusätzliche Provision anfällt. In anderen Fällen geben wir die Honorarforderung direkt weiter und erheben eine Provision, abhängig vom Honorar und Aufwand.
2 – Sonderleistungen, Reisekosten und Transfers werden separat nach Aufwand in Rechnung gestellt. Fallen Übernachtungen an, sind diese vom Auftraggeber/Veranstalter zu buchen und zu zahlen. Ebenso sind notwendige technische Mittel kostenlos vom Auftraggeber/Veranstalter zu stellen. Telefonische Briefings sind – so angesagt – in angemessener Dauer in den Bereitstellungskosten enthalten. Persönliche Briefings werden idR. mit 50% der Bereitstellungskosten berechnet, ggf. zuzüglich Reisekosten + MWSt.
3 – Falls es -trotz nicht unerheblichen Aufwands- zu keiner Buchung kommt, erlauben wir uns, diesen Aufwand nach Agenturstunden unseren Kunden aufzugeben. (Pauschal-Vergütungen sind möglich). Für Vorab-Recherchen im Ausland wird eine Agenturstunde berechnet.
4 – Die Zahlung der Bereitstellungskosten ist zu 50% bei Buchung fällig, der Rest nach Rechnungslegung zur Veranstaltung*. Entsteht Zahlungsverzug, werden gesetzliche Verzugszinsen fällig. Bei ausgesprochener Buchung / Einladung und mit Zusage des Referenten ist unsere Leistung erbracht und es werden die Bereitstellungskosten fällig, außer es wurde anders fixiert [siehe Punkt5)]. * = Bei Auslandsgeschäften wird die Zahlung der Bereitstellungskosten mindestens vier Tage vor der Veranstaltung fällig.
5 – Zusatzkosten (Reise, Transfer etc.) werden separat in Rechnung gestellt und werden vom Veranstalter (auch beleglos) akzeptiert.

4) Rechtliche Stellung der Referenten und Moderatoren / KSV (KSA) / “Ausländersteuer” / Mitschnitte
1 – Dem Veranstalter sind Stil und Art der Referenten / Moderatoren bekannt. Diese sind nur an die in dem jeweiligen Vertrag vereinbarten Bedingungen gebunden.
2 – Vortragende fallen unter die Bestimmungen der gesetzlichen Künstlersozialversicherung (KSV) nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG §§24/25). Die Künstlersozialabgabe (KSA) richtet sich nach dem Netto-Honorar und wird von der KSV jährlich festgesetzt. Der Veranstalter trägt diese Abgabe, die durch unsere Agentur abgeführt werden muß.
3 – Die vermittelten Personen sind selbständig (§7 Abs. 4 SGB IV) und führen ihre Steuern und Sozialabgaben selbst ab (Ausnahme: im Ausland steuerlich angemeldete Vortragende, bei denen im Regelfall die “Ausländersteuer” nach §50a/2 EStG + §3 SolZG. greift).
4 – Mitschnitte von Auftritten sind in jedem Falle ausdrücklich genehmigungspflichtig. Sollte der Veranstalter Mitschnitte der Veranstaltung durchführen, verpflichtet er sich bei Vermeidung von Konventionalstrafe, diese nur für interne Zwecke zu nutzen.

5) Ausfall, Krankheit
Ist die Nichteinhaltung eines Termins auf Umstände zurückzuführen, die beim Veranstalter liegen, wird ein Ausfallhonorar in Höhe der vereinbarten Bereitstellungskosten fällig, so nicht anders schriftlich vereinbart.
Sollte ein Referent / Moderator aus Krankheitsgründen oder anderen beruflichen Zwängen nachweislich verhindert sein, so bemüht sich agentur schenck um vergleichbaren Ersatz binnen eines angemessenen Zeitraumes. Vortrags- und Vergütungspflicht für den ausgefallenen Referenten entfallen in solchem Falle; Schadensersatzansprüche entstehen nicht.

6) TV-Klausel/Journalistischer Kodex für Moderatoren / Moderatorinnen
Benennt der Moderator für den Auftrittstermin oder dessen Vorbereitung eine Verpflichtung bei Film, Funk oder Fernsehen, steht dem Moderator/der Moderatorin das Recht auf Rücktritt für den betroffenen Termin zu. Der Rücktritt kann nur bis 10 Tage vor Beginn des jeweiligen Veranstaltungstermins ausgeübt werden. Im Falle solcher Verhinderung wird sich agentur schenck bemühen, für adäquaten Ersatz zu sorgen. Weitere Ansprüche aufgrund des Rücktritts bestehen wechselseitig nicht.
Produktbezogene Statements sind nur nach vorheriger Abstimmung möglich (Journalistischer Kodex).

7) Information, Technik & Sicherheit, Betreuung
Inhaltliche Informationen zur Veranstaltung, zu Teilnehmern und Ablauf werden vom Veranstalter mit ausreichend zeitlichem Vorlauf agentur schenck zur Verfügung gestellt.
Der Veranstalter sorgt für ausreichende technische Ausstattung (Licht, Ton etc.).
Der Veranstalter trägt die Verantwortung für die persönliche Sicherheit des Referenten/Moderators vor Ort.
Der Veranstalter stellt eine persönliche Betreuung für den gesamten Veranstaltungszeitraum.

8) Gerichtsstand / Grundsätzliches
Der Gerichtsstand ist Berlin. Grundsätzlich gelten die Bestimmungen Deutschen Rechts.

Einer angenehmen Zusammenarbeit sehen wir mit Freude entgegen.

Kurze Informationen über die Künstlersozialabgabe (KSA)

Das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) ist am 01.01.1983 in Kraft getreten. Versicherungspflichtig sind (selbständige) Künstler und Publizisten in der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung. Die Künstlersozialkasse (KSK) entrichtet für die Versicherten monatliche Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung. Wie andere Arbeitnehmer auch, zahlen die Versicherten den halben Beitragsanteil – die andere Hälfte (sozusagen der Arbeitgeberanteil) setzt sich je zur Hälfte durch einen Bundeszuschuss und der so genannten Künstlersozialabgabe (KSA) zusammen.

Die KSK wertet Kunstschaffende (aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Musik und Wort) auch dann als “Künstler”, wenn sie nicht in der KSK versichert sind. Auch Vortragende (Redner, Referenten, Moderatoren) fallen unter den Begriff “Künstler”, selbst wenn sie aus dem Ausland kommen und nur im Tagesgeschäft in der BRD vortragend auftreten.

Der jeweils gültige KSK-Abgabesatz (KSA) wird vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung und dem Bundesministerium der Finanzen für alle Kunstbereiche einheitlich am Jahresende für das kommende Jahr im Voraus festgelegt. Er bezieht sich auf alle bezahlten Entgelte. Als Entgelte bezeichnet werden alle Formen der Vergütung wie Gagen, Honorare, Tantiemen, Lizenzen oder Sachleistungen. Auch Auslagen und Nebenkosten, die dem Künstler vergütet werden, gehören dazu. Ausnahmen sind Umsatzsteuer, Reisekosten und Zahlungen an juristische Personen.

Die KSK kann die Einhaltung der Meldepflicht und die grundsätzliche Zahlungspflicht durch Betriebsprüfungen kontrollieren.

Weitere Informationen unter: Künstlersozialkasse

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